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Lara ist nicht zum erziehen. Sie kommt und geht wenn sie es für nötig findet. Sie ist eben eine "Königin der Nacht". Welche Bäume oder Büsche sie raussucht, bleibt unbekannt. Sie hat eine Riese Teritorium zu erkündigen. Stuttgart ist auch sehr große Stadt.

Amur ist dagegen ganz leichte und liebervolle Kater, bleibt immer in der Nähe auch wenn Hund Basco da.

Aber Kater ist gerade 5 Monate geworden und was geschieht später, berichten wir auch.

Schauen Sie bitte unbedingt mein "Blog", wo Beiträge zum Thema "Erziehung" finden und dazu Ihre Kommentars wäre sehr gewünscht.

Zu diese Thema habe ich noch ein netten Beitrag gefunden, so zu sagen aus meinem "Archiv" rausgezogen. Wenn jemand meint, dass ein Kater leicht zu erziehen, soll unbedingt die Erfahrungen von anderen sammeln.

Kater und Herr Stein.

Mein Kater Tom kam in die Küche geeilt. Es war sieben Uhr morgens und noch verschlafen brühte ich mir gerade einen Kaffee auf. „Morgen, Kater“, brummte ich und war froh, einen solchen zu besitzen, aber nicht zu haben.
Der Kater nahm mich gar nicht zur Kenntnis. Seinen Fressnapf fand er interessanter. Er steckte seinen Kopf in die gefüllte Schüssel und zog ihn im Eiltempo wieder heraus. Vorwurfsvoll blickte er mich an. Die Augen drehte er zum Himmel, so, als stände ihm gerade ein wichtiger Herzinfarkt ins Haus.
„Hör mal zu, Kater“, brummte ich, während die Kaffeemaschine leise zischte, „bis gestern Abend gehörte Leberragout aus der Dose zu deinen Lieblingsgerichten. Also friss!“
„Miau“, antwortete der Kater. Was bis gestern galt, war für ihn völlig uninteressant. Wie konnte sein Mensch bloß so herzlos sein, ihm dieses Mahl hinzustellen? Um die schlechte Meinung, die er nun von mir hatte, noch einmal zu bekräftigen, mauzte er gleich ein zweites Mal. „Dass mir mein Mensch so etwas antun kann“, hieß das.
Der Mensch konnte. Ohne jeden Skrupel deckte ich meinen Frühstückstisch, schlug die Zeitung auf und begann zu lesen. Laut. Um den Kater zu verwirren.
„Regierungskrise“, las ich. Der Kater wälzte sich ächzend am Boden. „Nacktmodell Imann will heiraten.“ Der Kater blickte nicht einmal auf. Aber gut, er ist kastriert.
„Diätenerhöhung in Berlin.“ Interessierte ihn nicht. Er war selber auf Diät.
Der Kater überlegte angestrengt. Zumindest machte es den Anschein. Vermutlich hatte er eingesehen, dass er auf die Schmoll-Tour nichts erreichen konnte. Also begann er, meine Beine zu beschmusen und biss in meinem dicken Zeh.
„Du bekommst nichts anderes“, zischte ich von oben herab. „Schließlich will ich mir nicht nachsagen lassen, dass ich dich falsch erziehe. Du musst lernen zu essen, was in den Napf kommt, basta!“
„Mau“, machte der Kater. Er hatte kein Wort verstanden.
Ich seufzte lang und anhaltend. „Wie soll mir mein Frühstück schmecken, wenn du mich die ganze Zeit ärgerst? Ich habe heute Vormittag frei und möchte einen erholsamen Tag verbringen. Also lass mich bitte in Ruhe.“
Der Kater dachte überhaupt nicht daran. Auch als ich das Frühstücksgeschirr wegräumte, wich er nicht von meiner Seite. Er verfolgte jeden meiner Schritte aufmerksam, als hätte ich irgendwo einen Futternapf in Reserve, den ich bislang gemeinerweise nur noch nicht herausgerückt hätte.
Nachdem die Hausarbeit erledigt war, setzte ich mich in den Fernsehsessel, um ein wenig zu entspannen. Der Kater sprang auf meinen Schoß. „Hunger“, sagte sein Blick.
„Erziehung“, sagte ich.

Schließlich packte ich den Kater und trug ihn zu seinem Futternapf. Ich stupste ihn mit der Nase hinein. „Das isst du jetzt“.
Der Kater schüttelte sich angewidert: „Das esse ich nicht!“ Und da seine Nase mit dem derart verschmähten Leberragout in Berührung gekommen war, begann er, sie ausgiebig am Teppich abzuputzen. An meinem Teppich.
„Andere Katzen putzen sich die Nase mit der Zunge“, protestierte ich. Aber was soll man einem Kater sagen?
Ich setzte mich zurück in den Sessel. Der Kater rannte schnell wie ein Blitz hinter mir her. Wahrscheinlich wünschte er sich, ich würde mich in eine Maus verwandeln. Oder in ein kleines Kaninchen. Irgendetwas, das man essen konnte.
Der Kater sprang auf meinen Schoß und nahm mich scharf ins Auge.
So saßen wir uns gegenüber. Auge in Auge. „Du bekommst nichts.“, zischte ich. „Doch!“, miaute er.

Es war ein harter Kampf. Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Schließlich ließ sich der Kater auf den Rücken fallen und begann zu schnurren. „Miau“, machte er und ließ sich den Bauch streicheln. Dann hielt er seinen Kopf hin und bedeutete, dass nun die Ohren an der Reihe seien.
Tom war hinreißend. Tom war entzückend. Tom war Stein-erweichend. Tom ist ein Biest.
„Du hast gewonnen“, gab ich schließlich seufzend auf. Wir standen auf und gingen in die Küche, wo wir gemeinsam eine Dose neuen Katzenfutters öffneten, die er dann fraß. Triumph blitzte in seinen Augen, während sein Kopf zufrieden im Fressnapf verschwand.
Dennoch. Katzen sind leicht zu erziehen! Und von Taktik haben sie überhaupt keine Ahnung ...

Günter Stein, 30.01.2009

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